Einen gesegneten Samstag!
Viele Psalmen in der Bibel sind Gebete. Manche wurden in ganz speziellen Notsituationen geschrieben und passen gerade nicht in mein Leben. Andere kann ich von Herzen mitbeten. Gerade las ich ein Gebet, das mir sehr gefällt:
„Herr, zeige mir deinen Weg, ich will dir treu sein und tun, was du sagst. Gib mir nur dies eine Verlangen: dich zu ehren und dir zu gehorchen!“ (Psalm 86,11)
Beten bedeutet nicht, Gott all die Dingen aufzuzählen, die er für mich tun soll. Es geht beim Beten nicht nur um mich und meine Bedürfnisse, sondern um meine Beziehung zu Gott.
Wenn ich bete „Herr, zeige mir deinen Weg“, sage ich Gott, dass er bestimmen darf, wo mein Leben langgeht. Ich erkläre damit, dass ich meinen Lebensweg nicht alleine entscheiden möchte. Gott weiß besser, was gut für mich ist. Und er hat gute Pläne für mein Leben, die ich aber noch lange nicht bis ins Detail kenne. Deshalb ist es gut, dass er mir seinen Weg zeigt!
„Ich will dir treu sein und tun, was du sagst“ bedeutet, dass ich bereit bin, den Weg, den Gott mir zeigt, dann auch zu gehen. Es nützt nichts, wenn Gott mir zwar zeigt, was er von mir möchte, ich dann aber doch überlege, dass etwas anderes mir besser gefällt.
Wenn mir das schwerfällt, hilft der zweite Teil des Gebets: „Gib mir nur dies eine Verlangen: dich zu ehren und dir zu gehorchen.“ Wenn ich Gott eigentlich gar nicht gehorchen will, weil mein eigener Weg so viel verlockender aussieht, schaffe ich es auch nicht. So bete ich, dass Gott eben diesen Wunsch, ihm zu gehorchen, in mir wirkt! Und ich bin sicher, dass er das Gebet gerne erhört.
Bist du bereit, heute so zu beten? Es könnte dein Leben radikal verändern.
„Herr, zeige mir deinen Weg, ich will dir treu sein und tun, was du sagst. Gib mir nur dies eine Verlangen: dich zu ehren und dir zu gehorchen!“
Sei gesegnet
Melanie