Voll und ganz dem Herrn

Einen gesegneten Samstag euch!

Gehört dein Herz „voll und ganz dem Herrn“?

König Salomo liebte Gott. Gott hatte mit ihm gesprochen und ihn reich gesegnet. Aber leider hatte er viele ausländische Frauen geheiratet, die Götzen anbeteten.

„Und so verführten sie Salomo im Alter dazu, auch ihre Götter anzubeten. Sein Herz gehörte nicht mehr voll und ganz dem HERRN, seinem Gott.“ (1. Könige 11,4)

Seine Frauen waren Salomo wichtiger geworden als Gott.

Gibt es Dinge, die mir wichtiger werden könnten als Gott? Dinge, in die ich viel mehr Zeit und Gedanken investiere als in Gott, sodass mein Herz nicht mehr voll und ganz dem Herrn gehören könnte?

Manchmal ziehen uns sogar gute Dinge von Gott weg. Wir müssen leider in der Regel mehr Zeit mit Arbeit verbringen als mit Gott. Aber die Frage ist, ob die Arbeit mich in der Zeit von Gott abhält oder ob ich es schaffe, auch während der Arbeit an Gott zu denken, mit ihm zu reden usw. Dann gehört mein Herz auch beim Arbeiten „voll und ganz dem Herrn“.

Mein Alltag ist von meiner Familie geprägt. Und die Kinder fordern viel Zeit – weitaus mehr Zeit als ich z. B. mit Bibellesen verbringen kann. Aber ich kann Gott in die Zeit mit den Kindern mit hineinnehmen. So kann meine Beziehung zu Gott auch im Familienalltag oberste Priorität haben. Und mein Herz kann weiter „voll und ganz dem Herrn gehören“.

Was könnte bei dir wichtiger werden als Gott? Arbeit, Familie, Hobby? Wenn du mit irgendetwas in deinem Alltag mehr Zeit verbringst als mit Gott (und das sind vermutlich viele Dinge!), solltest du dich fragen, ob du Gott mit in diese Aktivität hineinnimmst oder nicht. Wenn du beim Arbeiten betest, im Sportverein auch mal über deinen Glauben sprichst oder im Familienalltag mit Gott in Verbindung bist, kann dein Herz auch bei diesen Aktivitäten voll und ganz dem Herrn gehören. Aber gibt es vielleicht auch Dinge, die viel Zeit in Anspruch nehmen, bei denen Gott absolut keinen Platz hat? Dann ist das Götzendienst. Dann gehört dein Herz nicht mehr voll und ganz dem Herrn und du solltest dringend etwas ändern.

Sei gesegnet

Melanie

Einfach etwas fromm?

Einen gesegneten Samstag euch!

In Johannes 3 lesen wir von Nikodemus. Nikodemus war ein religiöser Führer zur Zeit Jesus‘. Er glaubte, dass es Gott gibt. Er versuchte, Gottes Gebote zu halten und ein guter Mensch zu sein. Und er hatte erkannt, dass Jesus nicht einfach nur ein Mensch war, sondern irgendetwas mit Gott zu tun hatte.

Nikodemus war also auf seinem Glaubensweg schon recht weit. Er war sehr fromm, religiös. Aber reicht das aus?

Jesus freut sich über Nikodemus‘ Kommen. Er nimmt sich Zeit für ihn. Aber er wirkt nicht beeindruckt von seiner Frömmigkeit. Gleich zu Beginn ihrer Unterhaltung erklärt er Nikodemus stattdessen, worauf es wirklich ankommt:

„Ich versichere dir: Wer nicht neu geboren wird, kann Gottes Reich nicht sehen und erleben.“ (Johannes 3,3)

Religiosität genügt also nicht. Jesus spricht stattdessen davon, dass wir „von neuem geboren werden“ müssen. Eine Geburt ist ein einmaliges Ereignis. Fromm oder religiös kann man nach und nach werden. Hier ein bisschen beten, dort ein bisschen Gutes tun. Und natürlich ab und zu in der Bibel lesen oder einen Gottesdienst besuchen. Aber dadurch gehört man noch lange nicht zu Gott. Erst wenn Gottes Geist uns anrührt und wir uns entscheiden, Gottes Kind zu werden, werden wir als sein Kind „von neuem geboren“. Erst dann gehören wir wirklich zu ihm, erst dann ist er unser Vater und erst dann gehören wir zu seinem Reich und werden auch nach dem Tod bei ihm sein.

Wurdest du als Gottes Kind von neuem geboren? Oder bist du einfach nur etwas fromm oder religiös?

Sei gesegnet

Melanie

Er muss wachsen, ich aber abnehmen!

Einen gesegneten Samstag!

In den letzten Tagen las ich viel über Johannes den Täufer. Johannes sollte die Menschen auf Jesus vorbereiten. Jesus lebte zwar schon unter ihnen, aber das wusste zu der Zeit noch fast niemand. Johannes predigte und taufte – und die Menschen strömten in Scharen zu ihm. Was für ein beeindruckender Mensch!

Aber mich beeindruckt noch etwas ganz anderes: Johannes war demütig. Obwohl er eine bekannte Persönlichkeit war, führte er ein ganz einfaches Leben. Er bildete sich nichts auf seine wichtige Aufgabe ein. Er war nicht stolz. Stattdessen wies Johannes auf Jesus hin, weg von sich selbst. Es ging nicht um ihn, es ging um Jesus. Das erklärte er auch immer wieder öffentlich:

„Der wird nach mir kommen, und ich bin nicht wert, dass ich seine Schuhriemen löse.“ (Johannes 1,27)

„Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Johannes 3,30)

Wie ist das mit mir? Geht es in meinem Leben um mich, meine Bedürfnisse, meine Arbeit, meinen Willen? Oder kann ich mit Johannes sagen: „Jesus soll in meinem Leben wachsen, ich aber muss abnehmen!“? (Und dabei geht es nicht ums Gewicht 😉). Bin ich bereit, Jesus immer mehr Raum in meinem Leben und Herzen zu geben? Ist seine Ehre mir wirklich wichtiger als meine eigene? Hat sein Wille mehr zu sagen als mein eigener Wille?

Darüber möchte ich nachdenken und mich selbst überprüfen. In großen und in kleinen Punkten.

Seid gesegnet

Melanie

(P. S.: Ich unterschreibe diese Impulse nicht mit meinem Namen, um groß rauszukommen, sondern um zu zeigen, dass ich hier meine ganz persönlichen Gedanken und Erlebnisse wiedergebe.)

Nicht von der Welt

Guten Morgen!
Als Kinder Gottes Leben wir zwar hier auf der Erde. Aber wir gehören nicht so wirklich zur Welt um uns herum. Wir gehören zu Gott. Jesus sagte von seinen Jüngern: „Denn sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.“ (Johannes 17,14)

Das Ziel unseres Lebens ist nicht das Leben hier auf der Erde, sondern die Beziehung zu Gott – jetzt hier und in der Ewigkeit bei Gott. Und doch leben wir im Jetzt und Hier auf der Erde, in der Welt. Wir müssen uns mit „weltlichen“ Dingen wie Geld, Karriere, Medien, Politik usw. auseinandersetzen. Das erzeugt eine gewisse Spannung. Da kommt es leicht vor, dass jemand die falschen Prioritäten setzt. Wofür setze ich meine Zeit ein? Was liegt mir wirklich am Herzen? Wofür lebe ich?

Auch Paulus hat diese Zerrissenheit gespürt. Er hat sich aber ganz klar entschieden, nicht fürs Hier und Jetzt zu leben, sondern für die Ewigkeit. Dafür wollte er sich voll und ganz einsetzen:

„Dabei ist mir klar, dass ich dies alles noch lange nicht erreicht habe und ich noch nicht am Ziel bin. Doch ich setze alles daran, es zu ergreifen, weil ich von Jesus Christus ergriffen bin. Wie gesagt, meine lieben Brüder und Schwestern, ich weiß genau: Noch bin ich nicht am Ziel angekommen. Aber eins steht fest: Ich will vergessen, was hinter mir liegt, und schaue nur noch auf das Ziel vor mir.  (Philipper 3,12-13)

Ich möchte mein Leben wie Paulus immer wieder auf das Zeil vor mir ausrichten. Auch wenn der Alltag mit allen irdischen und weltlichen Dingen mich fordert, soll mein Ziel die Beziehung zu Gott sein, nicht der Alltag. Wofür lebst du?
Sei gesegnet
Melanie

P.S.: Das Lied „Zwischenzeit“ erklärt diese Spannung recht gut: https://www.youtube.com/watch?v=9HXLVJgP3mY

Das Gute tun

Einen gesegneten Samstag euch!

Im Römerbrief widmet Paulus einige Kapitel der spannenden Frage, wie wir von unserem selbstsüchtigen Wesen loskommen und Gott wirklich gefallen können. Er schreibt von sich selbst:

„Ich mache ständig dieselbe Erfahrung: Das Gute will ich tun, aber ich tue unausweichlich das Böse.“ (Römer 7,21)

Der große Missionar Paulus, der mir in vielen Bereichen ein Vorbild ist, hat also selbst die Erfahrung gemacht, dass er sündigt. Und das nicht nur einmal, sondern „ständig.“ Leider muss ich gestehen, dass auch ich immer wieder sündige. Dabei möchte ich das nicht. Ich möchte doch meinem Papa im Himmel gefallen! Und ich möchte den Menschen um mich herum nicht wehtun. Und doch tue ich es immer wieder. Wie traurig! Wie frustrierend! So sieht es auch Paulus selbst:

„Ich unglückseliger Mensch! Wer wird mich jemals aus dieser tödlichen Gefangenschaft befreien?“ (Römer 7,24)

Paulus bleibt aber nicht bei dieser verzweifelten Frage stehen Er gibt auch die Antwort. Erstens verurteilt Gott uns durch Jesus nicht mehr. Er nimmt uns an, trotz unseres sündigen Wesens. Dafür bin ich unendlich dankbar. Ich bin Gottes Kind, auch wenn ich sündige!

Und zweitens schenkt Gott uns seinen heiligen Geist, der in uns lebt. Gottes Geist ist stärker als unser sündiges, egoistisches Wesen. Wenn wir dem Geist Gottes Raum in unserem Herzen geben, bestimmt er mehr und mehr auch unser Verhalten. Gottes Geist gibt uns die Kraft, das Gute zu tun und dem Bösen zu widerstehen.

„Wenn wir uns von unserer sündigen Natur bestimmen lassen, leben wir in Auflehnung gegenüber Gott. Denn die alte Natur ist nicht bereit, sich Gottes Gesetz unterzuordnen. Ja, sie kann das gar nicht. Nun aber seid ihr nicht länger eurem selbstsüchtigen Wesen ausgeliefert, denn Gottes Geist bestimmt euer Leben – schließlich wohnt er ja in euch! (Römer 8,7+9)

Ich möchte Gottes Geist auch mein Reden und Handeln bestimmen lassen! Ich möchte dem Geist Gottes immer mehr Raum in meinem Leben geben.

Seid gesegnet

Melanie

Gott führt dich

Einen gesegneten Samstag euch allen!

„Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behüte auf dem Wege und dich bringe an den Ort, den ich bestimmt habe.“ (2. Mose 23,20)

Die Bibel ist voll von Versen darüber, dass Gott uns den Weg zeigt, dass er uns führt. In diesem Vers geht es um das Volk Israel in der Wüste. An anderer Stelle sagt Gott das gleiche zu Josua, als dieser das Volk ins versprochene Land führen soll. Gott führt Abraham. Gott führt Paulus. Gott führt Jona. Gott führt dich und mich!

Ist das nicht wunderbar?! Ich muss meinen Weg durch die Welt und durch das Leben nicht alleine finden. Ich darf und soll mich darauf verlassen, dass mein Papa im Himmel mich führt.

Und das gilt für größere und kleinere Entscheidungen und Weggabelungen. Das gilt für die grundsätzliche Richtung meines Lebens. Das gilt aber auch für kleinere Fragen im Alltag.

Gott hat gute Pläne und Ziele für mich. Und nur, wenn ich nach seinem Weg frage und diesen dann auch gehe, kann ich sein Wirken wirklich erleben und seine Ziele erreichen. Zugegeben – manchmal gehe ich Umwege. Dann dauert es länger, bis ich am Ziel ankomme. Und da bin ich unendlich dankbar, dass Gott mich unterwegs nicht aufgibt, sondern treu weiterhin an meiner Seite bleibt. Und sobald ich merke, dass ich falsch abgebogen bin, möchte ich meine Richtung korrigieren und mich wieder neu von ihm führen lassen!

Gott hat auch gute Pläne für dein Leben. Bitte ihn sie dir zu zeigen und geh den Weg, den er dich führt! Auch wenn der ein oder andere das nicht versteht!

Sei gesegnet
Melanie

Bitten aufzählen oder Hingabe?

Einen gesegneten Samstag euch!

„Ich habe mein Herz vor dem HERRN ausgeschüttet.“ (1. Samuel 1,15)

Dieser Vers ist die Losung von heute. Oft beten wir, wenn wir Probleme haben. Wir klagen Gott unsere Not! Und vor allem machen wir Gott Vorschläge, wie er uns helfen könnte. Aber ist das das gleiche wie „unser Herz vor Gott ausschütten“?

Ich glaube, es geht dabei um mehr. Ich kann Gott meine Bitten aufzählen ohne echte Hingabe. Dann verlange ich Hilfe von Gott – aber ohne jegliche Grundlage. Warum sollte Gott mir helfen, wenn mein Herz, mein Leben gar nicht wirklich ihm gehört.

Der Lehrtext (zweiter Vers der „Losungen“) passt heute wunderbar dazu:

„Die Frau ging zu Jesus, kniete bei ihm nieder und weinte so sehr, dass seine Füße von ihren Tränen nass wurden. Mit ihrem Haar trocknete sie die Füße, küsste sie und goss das Öl darüber.“ (Lukas 7,38)

Hier hat eine Frau Probleme und kommt zu Jesus. Aber sie kommt nicht einfach mit einer langen Liste von Bitten und der Einstellung: „Du musst mir jetzt helfen.“ Sie kommt demütig. Sie kommt mit Ehrerbietung. Sicher wünscht sie sich auch Hilfe in ihrer Situation. Aber in erster Linie geht es darum, Jesus Ehre zu erweisen. Ihn als ihren Herrn anzuerkennen. Und das sogar öffentlich. Dabei ist es ihr egal, was die Menschen um sie herum über sie denken. Es zählt ihre Beziehung zu Jesus. Sonst nichts!

Ich möchte meine Beziehung zu Gott nicht auf meine Bitten aufbauen, sondern auf Hingabe an Gott. Und wenn ich mich Gott hingegeben habe, kann ich ihm auch mein Herz ausschütten und weiß, dass er sich um mich kümmert.

Wo stehst du? Zählst du Gott einfach deine Bitten auf oder gibst du dich ihm wirklich völlig hin?

Sei gesegnet

Melanie

Noch mehr Segen!

Einen gesegneten Samstag euch allen!

Vor ein paar Tagen las ich noch mal die Geschichte, wie Jakob mit Gott kämpft und schließlich zu Gott sagt:

„Ich lasse dich nicht eher los, bis du mich gesegnet hast!“ (1. Mose 32,27)

Ich musste darüber nachdenken, um wieviel Segen wir Gott denn eigentlich bitten dürfen. Gott hatte Jakob reich gesegnet. Er hatte ihm eine große Familie und viel Vieh gegeben. Beides galt zu der Zeit als Segen Gottes. Und doch bittet Jakob um mehr.  Ist das unverschämt?

Gott hat auch mich reich gesegnet, in ganz vielen Bereichen. Und ich bin ihm so dankbar dafür! Und doch habe ich immer noch viele Wünsche und Bitten für mich und meine Familie. Darf ich Gott um noch mehr Segen bitten? Oder ist irgendwann mal gut?

In der Bibel stoße ich immer wieder auf Verse, in denen Gott sagt, dass er uns segnen möchte. Und auf Verse, in denen Gott uns auffordert ihm zu sagen, was wir brauchen. Das ermutigt mich. Ebenso der folgende Vers:

„Gott kann euch so reich beschenken, ja, mit Gutem geradezu überschütten, dass ihr zu jeder Zeit alles habt, was ihr braucht, und mehr als das. So könnt ihr auch noch anderen auf verschiedenste Art und Weise Gutes tun.“ (2. Korinther 9,8)

Gott hat immer noch mehr. Er möchte uns mit Gutem geradezu überschütten! Er möchte uns segnen! Immer wieder. Immer mehr. Es gibt kein „Genug“ an Segen.

So werde ich weiterhin Gott um Segen für mich und meine Familie bitten, ja vielleicht auch dafür kämpfen wie Jakob: „Ich lasse dich nicht eher los, bis du mich gesegnet hast.“ Denn Gott hat noch mehr Segen für mich und dich bereit.

Sei auch du reich gesegnet, immer wieder neu!

Melanie

Halber Gehorsam

Einen gesegneten Samstag!

Als Gott König Saul beauftragt hatte, die Amalekiter zu vernichten, sollten auch alle Nutztiere der Feinde getötet werden. König Saul gehorchte und zog in den Kampf. Allerdings fanden seine Soldaten die Tiere viel zu schade zum Töten. So nahmen sie sie mit um sie Gott zu opfern.

Der Prophet Samuel stellte den König daraufhin zur Rede. Dieser verteidigte sich:

„‚Aber ich habe dem HERRN doch gehorcht!‘, […] Meine Leute haben bloß einige Schafe und Rinder als Beute mitgenommen.‘“ (1. Samuel 15,20-21)

Samuels Antwort:

„Gehorsam ist wichtiger als das Schlachten von Opfertieren. (1. Samuel 15,22)

Saul hatte gehorcht, aber eben nur halb.

Geht es dir auch manchmal so? Eigentlich möchtest du Gott gehorchen. Aber immer wieder findest du Ausreden, warum du hier oder da nicht gehorchen musst. Zum Beispiel: Ich möchte Gott gehorchen und freundlich sein – aber doch nicht Person XY gegenüber. Ich möchte Gott gehorchen und Geld spenden – aber bloß nicht zu viel. Ich möchte regelmäßig in der Bibel lesen und beten – aber doch nicht, wenn ich müde bin.

Ich möchte in den nächsten Tagen bewusst darauf achten, ob ich Gott wirklich ganz gehorche oder eben nur teilweise. Halber Gehorsam ist Ungehorsam.

Seid gesegnet

Melanie

Selbst Steine müssen Gott anbeten

Einen gesegneten Samstag!

Letzte Tage las ich in der Bibel, wie die Philister damals im Kampf gegen die Israeliten die Bundeslade erbeuteten. Die Bundeslade galt als der Ort, wo Gott wohnt. Die Philister nahmen sie mit und stellten sie in den Tempel ihres Gottes Dagon. Ich finde es faszinierend, was dann geschieht:

„Als die Einwohner von Aschdod am nächsten Morgen in den Tempel kamen, lag das Standbild Dagons mit dem Gesicht nach unten vor der Bundeslade des HERRN am Boden. Sie stellten es wieder zurück auf seinen Platz. Doch am nächsten Morgen lag es wieder vor der Bundeslade. Kopf und Hände der Statue lagen abgeschlagen auf der Türschwelle.“ (1. Samuel 5,3+4)

Kein Mensch ist hier beteiligt. Gott selbst sorgt dafür, dass diese Steinfigur sich vor ihm beugt. Gott selbst sorgt für seine Ehre! Die Philister können nur staunen. Sie versuchen noch, es zu verhindern und stellen die Statue wieder an seinen Platz – nur damit sie am nächsten Morgen wieder vor der Bundeslade liegt und kaputt ist.

Wenn selbst Steinfiguren Gott anbeten müssen und keine Wahl haben – wer bin ich dann, dass ich Gott manchmal hinterfrage? Dass ich mit ihm hadere? Dass ich meine, ich weiß besser als er, was gut und richtig ist? Dass ich ihm manchmal nicht die Ehre gebe?

Ich möchte Gott mehr und mehr anbeten. Und das nicht gezwungenermaßen wie diese Statue, sondern gerne und freiwillig. Papa, ich gebe dir die Ehre!

Seid gesegnet

Melanie