Gebt, was ihr habt

Liebe Essensretter!

„Gebt, was ihr habt, dann werdet ihr so überreich beschenkt werden, dass ihr gar nicht alles aufnehmen könnt.“ (Lukas 1,38)

Als wir vor weit über einem Jahr die Essensretter gründeten, waren wir nur einige wenige Familien und holten nur an einer einzigen Stelle Lebensmittel ab. Nach und nach luden wir mehr Leute zu den Verteilungen ein. Wir wollten, dass auch andere von dem Guten, das Gott uns schenkt, profitieren. Mit den wachsenden Abholer-Zahlen schenkte Gott uns nach und nach auch weitere Märkte dazu. Wir durften erleben: je mehr wir weitergeben, umso mehr beschenkt Gott uns. Das gilt für uns als Essenretter. Aber das gilt auch für jeden von uns privat. Wenn wir anderen geben, machen wir Gott Freude. Wir können Geld geben, Zeit geben, Essen geben und vieles mehr. Und das Beste: Gott sieht unser Geben, freut sich darüber und beschenkt uns so überreich, dass wir gar nicht alles aufnehmen können.

Wir freuen uns, dass wir euch heute wieder Lebensmittel geben können. Gerne dürft ihr auch davon weitergeben!

Seid gesegnet
Melanie

Sicher hast du deine Macken

Liebe Essensretter!

Hier bei den Essensrettern trifft man sooo viele unterschiedliche Leute. Und trotz all unserer Unterschiede sind wir eine tolle Gemeinschaft. Gott hat uns ganz unterschiedlich geschaffen. Aber jeder von uns wurde mit Liebe erdacht. In Psalm 139,14-15 betet David:

„Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich! Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich dir dennoch nicht verborgen.“

Gott hat dich wunderbar und einzigartig gemacht! Ja, du hast sicher auch deine Macken. Die habe ich auch. Und die hatte auch David, der diesen Psalm geschrieben hat. Aber trotz seiner Fehler und Macken konnte David diesen Satz so beten. Und das darfst du auch.

Gott hat dich wunderbar und mit ganz viel Liebe im Bauch deiner Mutter zusammengefügt. In seinen Augen bist du unendlich wertvoll. Und das macht dich auch für andere Menschen wertvoll. Du bist wertvoll und geliebt! Das möchte ich dir heute zusprechen.

Seid gesegnet
Melanie

Bin ich innerlich bereit dafür?

Jesus sagt: „Ja, ich komme bald!“ Amen! Ja, komm, Herr Jesus! (Offenbarung 22,20)

Liebe Essensretter!

Die Bibel ist deutlich: eines Tages kommt Jesus wieder, holt Gottes Kinder zu sich und macht dem Leben auf der Erde, wie wir es kennen, ein Ende. Wann das sein wird, wissen wir nicht. Seit zwei Jahrtausenden warten die Christen auf diesen Tag. Der vorletzte Vers der Bibel drückt diese Sehnsucht aus. Da sagt Jesus: „Ja, ich komme bald!“ Und die Antwort des Schreibers ist: „Amen! (auf Deutsch: So sei es!) Ja, komm, Herr Jesus!“

Oft frage ich mich, ob ich das auch so sagen kann. Manchmal finde ich das Leben auf der Erde einfach zu schön, um zu sagen: „Ja, komm, Herr Jesus!“ Aber dann mache ich mir bewusst, dass das, was danach kommt, das Leben in der uneingeschränkten Gegenwart Gottes, so viel schöner wird. Wie naiv von mir, an diesem Leben hier festhalten zu wollen…

Und dann muss ich mir die Frage stellen: Bin ich innerlich bereit dafür, dass Jesus wiederkommt? Bin ich gut genug für ihn? Nun, was mein Leben hier auf der Erde angeht, tu ich zwar einiges für ihn, versuche nach der Bibel zu leben usw. Aber ganz ehrlich muss ich sagen, dass ich Gottes Ansprüchen nicht genüge. Wenn es also nach mir ginge, wäre ich nicht bereit. Wie gut, dass Jesus gerade dafür gestorben ist. Er hat meine Unzulänglichkeiten, meine Fehler, meine Sünde weggenommen und mich damit für sein Kommen bereit gemacht! So kann ich entspannt sagen: „Ja, komm, Herr Jesus!“

Wie geht es dir damit? Kannst du von Herzen sagen: „Ja, komm, Herr Jesus!“ Das wünsche ich dir!

Ich schließe mit dem letzten Vers der Bibel (Offenbarung 22,21):


„Die Gnade des Herrn Jesus Christus sei mit euch allen!“

Melanie

Gott kann

Liebe Essensretter!

Wir Menschen sind es gewohnt, Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Häufig können wir Dinge, die uns nicht passen, ja auch einfach ändern. Aber manchmal gibt es Situationen oder Probleme, die außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dann sind wir machtlos, fühlen uns hilflos, verzweifelt. Das erlebe ich immer wieder. Mir helfen dann Zusagen wie der Vers aus Epheser 3,20:

„Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt.“

Gott KANN! Das macht mir Mut.
Gott kann sogar mehr, als ich mir nur vorstellen kann! So groß ist seine Kraft! Da wo meine Kraft versagt, KANN Gott!
Das möchte ich auch euch mit in den Tag geben. Gott KANN!

Seid gesegnet
Melanie

Rede darüber

Liebe Essensretter!

Kann man eigentlich seinen Glauben an Jesus zu radikal ausleben. (Das wurde mir nämlich vor einiger Zeit mal nachgesagt, worüber ich lange nachdenken musste.)

Kann der Glaube zu radikal sein? Einen zu hohen Stellenwert im Leben einnehmen? Ich glaube nein. Wenn man von etwas zu 100% überzeugt ist, MUSS man sich dann nicht dafür einsetzen – mit allen Konsequenzen? Auch wenn das nicht immer bei allen gut ankommt …

In der Apostelgeschichte lesen wir davon, wie die damalige Regierung Petrus und Johannes unter Androhung von Strafe verbot, von Jesus zu reden. Ihre Antwort darauf war eindeutig:

„Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.“ (Apostelgeschichte 4,20)

Es war ihnen völlig egal, welche negativen Folgen ihr Verhalten für sie haben könnte. Das ist radikaler Glaube! Und zu dem möchte ich auch euch ermutigen. Sind dir dein Glaube und deine Beziehung zu Gott wichtig? Hast du etwas Besonderes mit Gott erlebt? Dann rede darüber! Steh dazu! Erzähl anderen davon

Ich wünsche uns allen, dass wir es nicht lassen können, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben!

Seid gesegnet

Melanie

Komm, so wie du bist

Liebe Essensretter!

Machst du dir manchmal Gedanken, ob du für Gott gut genug bist. Fragst du dich, ob du Gottes Liebe und Fürsorge überhaupt verdient hast? Ob da nicht zu viel Schlechtes in deinem Leben ist, als dass Gott dich lieben könnte?

Dann lies mal Epheser 2,8:

„Denn nur durch Gottes unverdiente Güte seid ihr vom Tod gerettet worden. Das ist geschehen, weil ihr an Jesus Christus glaubt. Es ist ein Geschenk Gottes und nicht euer eigenes Werk.“

Gottes Güte und Liebe sind völlig „unverdient“. Ich und du können nichts von unserer Seite dazu beitragen, dass Gott uns annimmt. Es ist ein absolutes Geschenk! Wir müssen es nur durch den Glauben annehmen und einfach den Kontakt zu Gott aufnehmen. Er wartet auf uns. Gerade jetzt.

In einem Lied von Lothar Kosse heißt es: „Komm, so wie du bist. Komm in Lumpen, komm im Schlips.“ Dazu möchte ich dir heute Mut machen. Egal, ob in Lumpen oder im Schlips. Egal, ob du dich würdig fühlst oder nicht. Gott wartet auf dich.

Sei gesegnet

Melanie

Ist es dein Gott?

Liebe Essensretter!

In der Bibel, vor allem im Gebetsbuch der Bibel (den Psalmen), lesen wir ganz oft


„Du bist mein Gott“. Eins dieser Gebete steht z. B. in Psalm 89,27: „Ich aber sage: HERR, du bist mein Gott!“

Mich beeindruckt an all diesen Versen vor allem ein Wort:
MEIN. Nicht irgendein Gott – mein Gott.

Ich bin von jeher ich mit dem Wissen aufgewachsen, dass es Gott gibt. Als Kind sprach ich brav jeden Abend ein Gebet, erst mit meinen Eltern, später auch alleine. Und in besonderen Krisen wagte ich es sogar manchmal, Gott frei formuliert meine Wünsche vorzutragen. Aber damals hätte ich nie gewagt, zu Gott zu sagen: „Du bist mein Gott.“ Er war Gott, ja. Daran habe ich nie gezweifelt. Aber MEIN Gott? Dafür fehlte mir eine Beziehung zu ihm.

Auch im Alltag mit anderen Menschen ist die Beziehung ausschlaggebend, ob wir sagen „ein Papa“ oder „mein Papa“, „ein Freund“ oder „mein Freund“, „eine Oma“ oder „meine Oma“. Um jemand als „mein“ zu bezeichnen, muss eine Beziehung bestehen.
Entweder, weil sie von Anfang an da war („mein Papa“, „meine Oma“) oder weil ich mich bewusst dafür entschieden habe („mein Freund“, „mein Mann“). Gott ist immer Gott. Aber damit er „mein“ Gott werden kann, muss ich mich bewusst für diese Beziehung zu ihm entscheiden.

Kannst du zu Gott „mein Gott“ sagen?

Sei gesegnet

Melanie

Ungetrübte Freude finden

Liebe Essensretter!

In Psalm 16,11 steht: „In deiner Nähe finde ich ungetrübte Freude; aus deiner Hand kommt mir ewiges Glück.“

Es ist ganz normal, dass man im Leben mal mehr, mal weniger Freude verspürt. Und teilweise hängt es auch vom eigenen Charakter ab, wie oft und wie intensiv man sich freut. Ich selbst bin grundsätzlich eher ein fröhlicher Mensch. Ich kann mich an vielen Kleinigkeiten freuen und finde das Leben einfach toll.
Aber auch meine Freude wird manchmal von widrigen Umständen getrübt und negative Gedanken und Gefühle nehmen überhand. Dann besinne ich mich neu darauf, wo ich „ungetrübte Freude“ finden kann – nämlich in der Nähe Gottes. Ich suche seine Nähe, indem ich ihm mein Herz ausschütte, indem ich die Bibel lese und indem ich mir immer wieder bewusst mache, dass er über allem steht. Dadurch ändern sich nicht unbedingt die Umstände, die meine Freude trüben wollen. Aber dadurch ändert sich meine Sicht der Dinge. Bei Gott gibt es ungetrübte Freude – trotz aller Umstände. Ich wünsche euch, dass auch ihr heute diese Freude erleben könnt!

Seid gesegnet

Melanie

Ladet alle eure Sorgen ab

Liebe Essensretter!

Machst du dir auch manchmal Sorgen? Hast du auch manchmal Angst, dass du bestimmten Herausforderungen nicht gewachsen bist? Ich habe ein paar Baustellen in meinem Leben, wo ich alleine einfach nicht weiterkomme. Ich tu, was ich kann – aber es reicht nicht. Der folgende Bibelvers hat mich in den letzten Tagen immer wieder ermutigt:

„Deshalb beugt euch unter Gottes mächtige Hand. Dann wird Gott euch aufrichten, wenn seine Zeit da ist. Ladet alle eure Sorgen bei Gott ab, denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,6-7)

Gott will für mich sorgen! Gott will auch für dich sorgen! Und was meine Baustellen angeht: ich muss das ja gar nicht alleine schaffen. Ich soll und darf mich unter die mächtige Hand Gottes beugen und alles bei ihm abladen. Das tut gut. Das macht frei!

Eins noch: Manchmal fällt es mir schwer, meine Sorgen alleine bei Gott abzuladen. Da tut es gut, mit jemand zusammen zu beten. Vielleicht ist das ja auch für dich heute dran. Sprich einfach einen Menschen an, dem du vertraust, und ladet gemeinsam eure Sorgen bei Gott ab.

Einen gesegneten Tag euch

Melanie